Chile-Stipendium der Burschenschaft Danubia.
Mehr als 15.000 Akademiker in mehr als 120 Burschenschaften sind in der
Bundesrepublik Deutschland und Österreich in der Deutschen Burschenschaft
zusammengeschlossen.
Weniger bekannt ist, daß auch im fernen Südamerika die Traditionen deutscher
Studentenverbindungen gelebt werden.
Im Jahre 1896 gründeten deutsche Einwanderer in Santiago die Burschenschaft
Araucania. Heute umfaßt der Bund Chilenischer Burschenschafter insgesamt fünf
Burschenschaften. Neben Araucania die Burschenschaft Montania in Concepción
(gegründet 1924), die Burschenschaft Andinia in Santiago (gegründet 1926), die
Burschenschaft Ripuaria in Valparaiso (1949) und die Burschenschaft Vulkania in
Valdivia (gegründet 1962). Bis heute sind die chilenischen Burschenschaften
tragendes Element in den deutschen Kulturvereinen und Schulen des Landes.
Die Förderung der deutschen Kultur und die Unterstützung der
Auslandsdeutschen ist ein Kernanliegen der Deutschen Burschenschaft. Deshalb
wurde bereits im Jahr 1959 ein Arbeits- und Freundschaftsabkommen zwischen dem
Bund Chilenischer Burschenschafter und der Deutschen Burschenschaft geschlossen.
Seitdem wird seitens DB und BCB jährlich ein Stipendium vergeben, mit dem je
zwei Burschenschaftern aus Chile und einem aus Deutschland, das Studium in
Deutschland bzw. Chile ermöglicht wird. Darüber hinaus werden gegenseitig
Praktikumsstellen ausgetauscht, die zahlreichen weiteren Burschenschaftern einen
prägenden Aufenthalt ermöglichen.
Gefördert durch ihre Alten Herren unterstützt die Burschenschaft
Danubia den deutsch-chilenischen Austausch mit der Vergabe eines eigenen
Stipendiums an chilenische Burschenschafter. Für ein Jahr können diese in
München so auch in Chile wichtige Auslandserfahrungen sammeln. Die Chilenen
nehmen aktiv am Leben unserer Burschenschaft teil, nutzen die Gelegenheit aber
auch um andere Hochschulorte und europäische Länder kennenzulernen. Im Gegenzug
haben zahlreiche Danuben Chile und seine Burschenschaften besucht und schätzen
gelernt.
Bildung und Erziehung eines aufrechten Charakters sind Lebensbundziele, denen
sich chilenische und deutsche Burschenschafter gleichermaßen verschrieben haben.
Diesen Zielen dient auch der gegenseitige Austausch. Dieser erschöpft sich nicht
nur im Erwerb sprachlicher Kenntnisse. Während ein Aufenthalt in Deutschland für
chilenische Burschenschafter willkommene Gelegenheit ist, die deutsche
Muttersprache zu pflegen, profitieren die Gemeinschaften in Deutschland von den
Spanisch-Kenntnissen der Chilenen. Ein Aufenthalt in der Heimat des jeweils
anderen, erweitert den Horizont und bringt dadurch nicht zuletzt auch berufliche
Vorteile.
Wertvollste Ergebnis unseres deutsch-chilenischen Austausches sind aber wohl
die zahlreichen lebenslangen Freundschaften.
Als akademische Verbindung hat unser Bund immer wieder herausragende Persönlichkeiten ihres Faches hervorgebracht. Darauf sind wir stolz und dies ist uns Verpflichtung. Überdurchschnittliche Leistungen im Studium sind daher etwas, was wir von unseren jungen Bundesbrüdern erwarten und was wir fördern.
Erfahrung und Hilfe der Älteren.
Unter unseren Bundesbrüdern finden sich u.a. Richter, Notare, Rechtsanwälte, Patentanwälte, Steuerberater, Betriebs- und Volkswirte, Bauingenieure und Maschinenbauingenieure, Informatiker, Human- und Veterinärmediziner, Geologen, Physiker, Chemiker, Pharmakologen, Journalisten, Dolmetscher, Philologen, Historiker und Lehrer.
Mit einer Aufnahme in unseren Bund wählt sich der junge Bundesbruder nicht nur einen persönlichen Tutor (Leibbursch), sondern er gehört auch sofort zum Freundeskreis seiner späteren Berufskollegen, deren Erfahrungsschatz und deren Hilfe ihm vollständig zur Verfügung stehen. Unsere Alten Herren haben jungen Bundesbrüdern auch immer wieder Praktika und Nebentätigkeiten in ihren Unternehmen vermittelt. Dies sind entscheidende Vorteile gegenüber nicht korporierten Kommilitonen, die sich ohne diese Hilfe durchs Studium schlagen müssen.
Doch nicht nur Danuben helfen. Auch unser Dachverband, die Deutsche Burschenschaft, der mit über 15.000 Mitgliedern größte deutsche Akademikerverband, ist bei der Stellensuche hilfreich.
Bibliothek, Internet und Studienunterlagen.
Während des Studiums stehen nicht nur Unterlagen älterer Bundesbrüder zur Verfügung, unser Bund finanziert darüber hinaus eine eigene Bibliothek, deren studienspezifischer, politischer und literarischer Bestand derzeit mehr als 3.000 Bände umfaßt.
Zu einem erfolgreichen Berufseinstieg gehört neben dem im Studium erworbenen Fachwissen auch eine breite Allgemeinbildung. Hier profitieren wir von unseren Vortragsveranstaltungen, in deren Organisation und Referentenauswahl sich alle Bundesbrüder einbringen können. Darüber hinaus haben wir kostenlosen Zugriff ins Internet sowie zu zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften. Derzeit gehören dazu u.a.: Neue Zürcher Zeitung, Der Spiegel, Junge Freiheit, Sezession, Der Freiwillige und Bayernkurier.
Für Lerngruppen, auch mit befreundeten Kommilitonen, stehen uns mehrere Arbeitszimmer zur Verfügung.
Sprachtraining und internationale Erfahrung.
Fremdsprachen sind für uns nicht nur Voraussetzung für den Zugang zu anderen Völkern und Kulturen auf den zahlreichen Reisen unserer Bundesbrüder. Ohne Fremdsprachenkenntnisse ist heute eine berufliche Karriere in kaum einem Berufszweig mehr denkbar. Daher fördert unser Bund bewußt auch die sprachliche Weiterbildung unserer Aktiven.
Schon auf unserem Haus können wir unsere Sprachkenntnisse vertiefen. Immer wieder waren in den letzten Jahren ausländische Referenten unsere Gäste, so daß Vortragsveranstaltungen in Englisch und Französisch stattfanden. Unser Chile-Stipendium ermöglicht jährlich einem chilenischen Studenten einen Deutschlandaufenthalt, wovon auch unsere Spanischkenntnisse profitieren. Darüber hinaus haben unsere Bundesbrüder in den letzten Jahren bei Auslandspraktika in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Südafrika, Namibia, Indien, Ägypten, Spanien, Chile, Brasilien und Rußland internationale Erfahrung gesammelt. Auch hier helfen Kontakte und Erfahrung älterer Bundesbrüder.
Zur studienbegleitenden Lektüre stehen derzeit außerdem Newsweek, Wall Street Journal, World and Press und Revista de la Prensa kostenlos zur Verfügung. Was abonniert wird, entscheiden wir gemeinsam, so daß auch hier die Interessen eines jeden einfließen können.
Zimmer für Aktive.
Wir junge Aktive werden von unseren Alten Herren nicht zuletzt dadurch gefördert, daß unser Haus in München-Bogenhausen als Studentenwohnheim betrieben wird, in dem jeder Aktive ein Zimmer beziehen kann. Die Mietpreise betragen derzeit, je nach Größe, EUR 130 bis EUR 170, inklusive aller Nebenkosten, Internet, Strom und Telephon.
Gemeinsames Engagement.
Erfolg gründet natürlich vor allem auf dem eigenen Einsatz, den auch hilfreiche Bundesbrüder nicht ersetzen können. Unser Lebensbund wird treffend aber als umgekehrter Generationenvertrag beschrieben: Ältere Bundesbrüder helfen den jüngeren heute, weil ihnen auf gleiche Weise früher geholfen wurde und weil sie von uns Aktiven erwarten, daß wir jüngeren Bundesbrüdern später zur Seite stehen.
Danubia. Ein Lebensbund.
Wir Aktive der Burschenschaft Danubia sind eine Gemeinschaft junger Studenten
aller Fachrichtungen und ganz verschiedener regionaler Herkunft, die politisch
aktiv sind und darüber hinaus ein ausgelassenes Studentenleben
genießen. Freiwillig übernimmt jeder unserer Bundesbrüder Aufgaben, um so zur
Bewahrung unserer Tradition und zur Erfüllung unseres burschenschaftlichen
Auftrages beizutragen. Dabei bekennen wir uns zur deutschen Kultur- und
Volksgemeinschaft und treten konsequent für das Selbstbestimmungsrecht aller
Völker sowie für Meinungs- und Redefreiheit ein.
Eine Erziehungsgemeinschaft.
Unsere Veranstaltungen werden von unseren jungen Bundesbrüdern in eigener
Regie organisiert. Ältere Semester und Alte Herren stehen diesen dabei
unterstützend zur Seite. Auf diese Weise hören unsere jungen Mitglieder nicht
nur interessante Referenten aus Politik, Kultur und Wirtschaft, vielmehr
erhalten sie darüber hinaus schon als junge Studenten die wertvolle Möglichkeit,
erste Erfahrungen bei der Organisation von Seminaren und bei der Führung von
Menschen zu sammeln.
Außerdem gewähren ältere Semester und Alte Herren
unseren jungen Bundesbrüdern jegliche Hilfe im Studium. So erhalten diese
ausgearbeitete Skripten höherer Semester und haben Zugang zu Praktika auch im
nichteuropäischen Ausland.
Unsere Alten Herren stehen den Aktiven aber nicht
nur mit Rat und Tat zur Seite, sie finanzieren auch unsere burschenschaftliche
Arbeit und ermöglichen den Aktiven ein preisgünstiges Wohnen auf unserem Haus.
Von staatlicher Seite erhalten wir dagegen keine Gelder.
In unserem
Dachverband, der Deutschen Burschenschaft, übernehmen unsere Aktiven weitere
Aufgaben. Mit unseren Danuben-Fahrten, die junge Bundesbrüder in alle Teile der
Welt führen, aber auch im Austausch mit Burschenschaften an anderen
Hochschulorten, bei denen wir Aufnahme finden, erweitern wir unseren
Horizont.
Auch die drei Pflichtmensuren, die unsere Aktiven zu bestehen
haben, sollen ihnen bei der Festigung ihres Willens und ihrer
Einsatzbereitschaft helfen.
Unser Wahlspruch „Frei in Rede, kühn in Tat!“
spiegelt das Ziel unserer Gemeinschaft wider: die Erziehung unserer jungen
Bundesbrüder zu aufrechten und streitbaren Männern.
Ein politischer Auftrag.
Hervorgegangen aus den Befreiungskriegen und gegründet als aktiver Teil der
bürgerlichen Revolution im Jahre 1848 sind die akademische Freiheit und das
Bekenntnis zu unserem Volk Grundwerte, die wir verteidigen. Dies heißt für uns
vor allem auch, unsere Positionen nach außen zu vertreten und sie gegen sich
wandelnde Zeitgeist-Strömungen zu behaupten. Die akademische Freiheit
verteidigen wir so auch gegen autoritäre Innenminister und politische Kräfte,
die sie zu unterminieren versuchen. Auch dies ist eine nicht zu unterschätzende
Erfahrung für unsere jungen Bundesbrüder.
Was wir erwarten.
Von unseren jungen Mitgliedern müssen wir daher eine überdurchschnittliche
Einsatzbereitschaft, selbstverständliche Erfüllung ihrer Studienverpflichtungen,
Aufrichtigkeit und korrektes Auftreten sowie den Willen zur Gemeinschaft und zu
rhetorischer und historisch-politischer Weiterbildung verlangen.
"Die Burschenschaft Danubia ist nicht nur eine der traditionsreichsten, sondern zählt unzweifelhaft auch zu den profiliertesten Verbindungen überhaupt."Jean Cremet
im blick nach rechts
"Sie sind eine echte Burschenschaft, korporationsstudentisch und politisch. Wäre der gesamte Verband so wie Ihr Bund, dann würde die burschenschaftliche Stimme in Deutschland nicht mehr überhört werden können. Bleiben Sie standhaft! Sie stehen auf der richtigen Seite, auf der Seite der Freiheit."Dr. Hans Merkel
Ministerialdirigent a.D.
"Ihre Verbindung erwirbt sich große Verdienste um die bedrohte Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit."Prof. Dr. Ernst Nolte
"... die fälschlicherweise des Rechtextremismus geziehene Aktivitas der Münchner Burschenschaft Danubia ..."Dr. Heinz Nawratil
Notar a.D.
"Danubia verfassungsfeindlich? Daß ich nicht lache!"Heinrich Lummer
Innensenator a.D.
"... komischerweise als rechts geltenden Burschenschaft Danubia ..."Prof. Dr. Bernd Rabehl
"Ich komme unter anderem auch deshalb zu Ihnen, weil Sie ungerecht behandelt werden."Prof. Dr. Franz W. Seidler
"Herrscht in ganz Deutschland Angst vor dem frei gesprochenen Wort? Nein, nicht überall. Ein Häuflein unbeugsamer Studenten läßt es sich auch in diesen Zeiten nicht nehmen, das Recht auf freie Meinungsäußerung und unabhängiges Denken auszuüben: Die Münchner Burschenschaft Danubia."Sebastian Sasse
im Deutschlandmagazin
Unsere Grundsätze.
Der Grundsatz der Ehre fordert von jedem Burschenschafter
eine lautere, aufrechte und wahrhafte Haltung im Denken, Reden und Handeln. Die
unantastbare Würde des Menschen zu achten und zu schützen, ist seine unbedingte
Pflicht.
Der Grundsatz der Freiheit fordert von jedem
Burschenschafter, daß er sich die innere Freiheit des Geistes selbst erwirbt.
Der Burschenschafter soll frei von Vorurteilen, unabhängig und selbständig im
Denken sowie freimütig und tatkräftig in der Vertretung der eigenen Meinung
sein. Auf dieser Grundlage soll er jederzeit und überall für die persönliche
Freiheit, für die politische Freiheit und für die akademische Freiheit
eintreten.
Die persönliche Freiheit des einzelnen sieht
die Burschenschaft in dem Recht des einzelnen, sich frei zu entwickeln und
auszubilden sowie frei zu handeln, solange dadurch nicht die Rechte anderer
beeinträchtigt werden, insbesondere in der Wahrung der Glaubens- und
Gewissensfreiheit.
Die politische Freiheit erblickt die
Burschenschaft in der Gleichberechtigung aller Bürger sowie in de Recht jedes
einzelnen und jedes Volksteiles auf seine angestammte Heimat und auf
Selbstbestimmung über seine staatliche Zugehörigkeit.
Unter
akademischer Freiheit versteht die Burschenschaft die Freiheit
der Forschung, der Lehre und des Lernens sowie die Freiheit der Hochschule und
die der Studentenschaft, die inneren Angelegenheiten selbst zu ordnen. Die
Burschenschaft macht es ihren Mitgliedern zur Pflicht, zum Wohle der gesamten
Studentenschaft an der allgemeinen studentischen Arbeit und der Selbstverwaltung
nach Kräften mitzuwirken.
Die Burschenschaft bekennt sich zum deutschen
Vaterland als der geistig-kulturellen Heimat des deutschen
Volkes. Unter dem Volk versteht sie die Gemeinschaft, die durch gleiches
geschichtliches Schicksal, gleiche Kultur, verwandtes Brauchtum und gleiche
Sprache verbunden ist.
Pflicht der Burschenschafter ist das dauernde
rechtsstaatliche Wirken für die freie Entfaltung deutschen Volkstums in enger
Verbundenheit aller Teile des deutschen Volkes, unabhängig von staatlichen
Grenzen in einem einigen Europa in der Gemeinschaft freier
Völker.
Von jedem Burschenschafter wird der tatkräftige Einsatz für eine
demokratische und soziale Rechtsordnung gefordert.
In
der Erkenntnis ihrer politischen Verantwortung versucht die Burschenschaft, ihre
Mitglieder zu kritischem objektiven politischen Denken und
Handeln zu erziehen. Sie macht es ihren Mitgliedern zur Pflicht, sich
mit den staatspolitischen und gesellschaftlichen Problemen ihrer Umwelt zu
befassen.
Die Arbeit der Burschenschaft vollzieht sich nach
demokratischen Grundsätzen.
Die Burschenschaft fordert
von ihren Mitgliedern eine gründliche allgemeine und fachwissenschaftliche
Ausbildung. Gleichberechtigt neben der Pflege der geistigen
steht die Ausbildung der körperlichen Kräfte. Die Burschenschaft hält daher ihre
Mitglieder zu allen geeigneten Leibesübungen an.
Die Burschenschaft
vertritt das Lebensbundprinzip. Es wird erfüllt durch die
lebenslange Zugehörigkeit zur Burschenschaft, beruhend auf Freundschaft,
gegenseitiger Erziehung und Persönlichkeitsbildung. Die alten und jungen
Burschenschafter bilden eine lebendige Einheit mit bleibender Bindung an die
Grundsätze der Burschenschaft.
Als Bekenntnis zu bundesbrüderlicher Gemeinschaft und zu
diesen Grundsätzen tragen die Burschenschafter Farben. Die Burschenschaft pflegt
das studentische Brauchtum in einem geregelten Bundesleben. Die Burschenschaften
sind verpflichtet, neu eintretenden Mitgliedern das burschenschaftliche
Gedankengut zu vermitteln.